Was ist
Merengue?
Was für Jamaika der Reggae und für Trinidad der Calypso, das ist
der Merengue für die Dominikanische Republik, die sich mehr und
mehr zum beliebten Reiseziel sonnenhungriger Europäer entwickelt.
Es ist ein heiterer, zuweilen polkaähnlicher Rhythmus im
Zweivierteltakt, über dessen Herkunft Musikexperten schon seit längerem
streiten: Hören die einen Elemente der spanischen Contradanza
heraus, ordnen ihn andere der Tumba Francesa oder der Mazurka zu.
War es Ende des letzten Jahrhunderts noch das Privileg der
dominikanischen Oberschicht, Merengue zu tanzen, wiegt sich heute
die ganze Welt im Merengue-Takt. Dies nicht zuletzt dank der
international bekannten dominikanischen Gruppe "4.40" -
sprich cuatro-cuarenta. Es ist ein einfacher Tanz, bei dem nicht
mehr zu tun ist, als mit einer gewissen Eleganz und geschmeidigen Hüften
von einem Bein auf das andere zu treten und beim Drehen eines immer
ein wenig nachzuziehen.
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